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Hinweis

Sehr geehrte Kundinnen und Kunden! Bis auf Weiteres hat unser Kundencenter mittwochs ganztägig geschlossen. An den anderen Tagen sind wir wie gewohnt für Sie da. Wir bitten um Ihr Verständnis!

Die Störungsstelle der Stadtwerke ist jederzeit über die Telefonnummer 04932-1001 erreichbar!

Versorgungssicherheit

Notfallplan Gas - Stufe 2 die "Alarmstufe" wurde ausgerufen

Im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine wirft dies bei vielen Kunden und Kundinnen Fragen auf, ob dies Folgen für die Energiewirtschaft hat. Die Stadtwerke Norderney gehen auf Ihre Fragen ein und beantworten diese.
  • Notfallplan Gas für Deutschland - Gasversorgung auf Norderney ist aktuell stabil, aber mit Blick auf den kommenden Winter ernst

    Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat am Donnerstag, den 23. Juni die zweite Stufe des Notfallplan Gas – die „Alarmstufe“ – ausgerufen. Hintergrund sind die merklich reduzierten Gaslieferungen aus Russland, die Gas in Deutschland zu einem „knappen Gut“ machen und das Ziel, die deutschen Gasspeicher bis zur nächsten Heizperiode ausreichend zu füllen, akut gefährden.

    Uns ist bewusst, dass wir uns gerade in einer äußerst schwierigen Situation befinden und viele unserer Kundinnen und Kunden sowohl Fragen wie auch Sorgen begleiten. Wir möchten hier auf die wichtigsten Fragen eingehen und Ihnen ein paar Tipps zum Energiesparen an die Hand geben.
    Das Team der Stadtwerke Norderney steht Ihnen bei Fragen jederzeit per Mail unter sowie telefonisch unter 04932 – 879 0 zur Verfügung. Wir sind für Sie da!

  • FAQ

    Aktuell ist die Versorgungssicherheit in Deutschland weiter gewährleistet und es ändert sich für die Verbrau­cherinnen und Verbraucher noch nichts. Aber die Lage muss sehr genau beobachtet und entsprechende Maßnahmen – wie beispielsweise die Reduzierung des Gasverbrauches – eingeleitet werden, damit auch im kommenden Winter 2022/2023 ausreichend Gas zur Verfügung steht.

    Es lässt sich derzeit noch nicht abschätzen, wie lange die Versorgung ohne größere Eingriffe nahezu im Normalzustand weiterlaufen kann. Wenn die Maßnahmen der Stufe 2 nicht greifen, folgt die 3. Stufe des Notfallplans Gas - die „Notfallstufe“ - in der der Staat in den Markt eingreift und den Gasverbrauch in bestimmten Bereichen reduziert. Aber auch dann sind bestimmte Kundengruppen besonders geschützt.

    Dazu zählen aktuell Haushaltskunden, soziale Dienste und öffentliche Einrichtungen (z. B. Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, Feuerwehr und Polizei). Diesen wird in der Energieversorgung oberste Priorität eingeräu

    Für die Versorgungssicherheit der Insel gilt das gleiche wie für ganz Deutschland. Wir befinden uns derzeit in einer kritischen Situation, aber es besteht kein Grund zur Panik. Aus unserer Sicht ist das Ausrufen der „Alarmstufe“ die notwendige und richtige Konsequenz auf die aktuelle Lage.

    Zum gegenwärtigen Zeitpunkt können die Stadtwerke Norderney Ihren Kundinnen und Kunden leider noch keine Auskunft über die zukünftigen Preisanpassungen geben, da wir uns in einer außergewöhnlichen Situation befinden. Allerdings ist spätestens im nächsten Jahr absehbar, dass wir uns auf deutlich steigende Preise einstellen müssen. Dies könnte auch schon kurzfristig in den nächsten Wochen passieren, wenn die Bundesnetzagentur eine erhebliche Reduzierung der Gesamtgasimportmengen aus Russland nach Deutschland feststellt, mit der Folge, dass die fehlenden Mengen zu spürbar höheren Preisen anderweitig am Markt beschafft werden müssen.
    In diesem Fall haben alle hiervon betroffenen Energieversorgungsunternehmen entlang der Lieferkette nach §24 des Energiesicherungsgesetzes das Recht, ihre Gaspreise gegenüber ihren Kunden auf ein angemessenes Niveau anzupassen. Diese Mehrkosten würden und müssen wir dann leider an unsere Kunden 1:1 weiterreichen. Wir hoffen sehr, dass dieser Fall nicht eintreten wird!

    Dies ist im Moment nicht notwendig. Wenn es wie vor genannt doch zu einer Preiserhöhung kommt, werden die Abschläge automatisiert durch uns angepasst. Selbstverständlich werden unsere Kundinnen und Kunden darüber informiert.

    Wir bitten jetzt schon alle Norderneyer darum, gemeinsam mit uns Energie zu sparen. Jede Kilowattstunde Gas, die wir im Sommer einsparen, trägt dazu bei, dass wir mehr Gas einspeichern und dadurch besser durch den Winter kommen können. Daher ist jeder Gasverbraucher gehalten, so viel Energie wie möglich einzusparen. Dazu gehören kleine Dinge im Alltag wie das Senken der Raumtemperatur oder die Dauer des Duschens. Insbesondere im kommenden Winter sollte Haushalte auch noch stärker auf hier Heizverhalten achten.
    Als Faustformel gilt: Durch 1 Grad weniger Raumtemperatur lässt sich der Gasverbrauch um sechs Prozent reduzieren.

  • Energiespartipps

    Auch wenn aktuell die zweite Stufe  – die „Alarmstufe“ im Gas-Notfallplan gilt, ist die Gasversorgung auf Norderney stabil. Zwar hat die Bundesregierung festgestellt, dass die Gasversorgung in Deutschland – gerade mit Blick auf den kommenden Winter – gestört ist, die Situation aber durch den Markt noch zu bewältigen ist. Grundsätzlich hat die Versorgung privater Verbraucherinnen und Verbraucher Vorrang, vor allem große Industrieabnehmer sind gebeten, ihren Gasverbrauch zu senken und sich auf eine mögliche Reduzierung der Gaslieferungen vorzubereiten.

    Auch wenn sich für Sie durch die neue Stufe nichts ändern, ist es doch sinnvoll, Gas zu sparen. Jede und jeder Einzelne kann nämlich etwas tun, um weniger Gas zu verbrauchen. Denn Energiesparen schont nicht nur den Geldbeutel, sondern es unterstützt auch das Auffüllen der Gasspeicher für den Winter – Gas wird vorerst eine knappe Ressource bleiben.

  • Heizt man richtig, kann sehr viel Energie und Geld gespart werden. Bei längerer Abwesenheit ist es hilfreich, die Raumtemperatur zu senken. Da keine Person anwesend ist, muss die Wohnung oder das Haus nicht auf die normale Zimmertemperatur geheizt werden, diese kann dann auch niedriger sein. Des Weiteren sollten Heizkörper immer frei zugänglich sein. Verdecken Möbelstücke, Vorhänge und Verkleidungen die Heizung, kann der Heizenergiebedarf um bis zu 20 % ansteigen.

    Der Richtwert einer Raumtemperatur zum Wohnen oder Arbeiten liegt bei 20 – 22 Gard Celsius. Im Badezimmer liegt der Wert zwischen 22 und 24 Grad und im Schlafzimmer sogar bei 16 – 18 Grad Celsius. Jeder Grad, was höher geheizt werden muss, bedeutet ca. 6 % mehr Heizkosten. Achtet also immer wieder auf die individuelle Temperatur der einzelnen Räume in eurem Haus oder eurer Wohnung.

    Vielleicht hat man schonmal davon gehört: Das Benutzen eines Topfdeckels während dem Kochvorgang kann bis zu 50 % Energie sparen. Außerdem lohnt es sich bei Umluft zu backen und auf das Vorheizen zu verzichten. Die meisten Gerichte brauchen nur wenige Minuten länger, wenn man nicht vorheizt. Aber sowohl beim Backen und auch beim Kochen gilt: Die Restwärme kann immer mitbenutzt werden. Stellt den Ofen oder die Herdplatte also vor Back-/ Kochende aus und vollendet das Gericht mit der Restwärme.

    Frisch gekochte Lebensmittel sollten erst, sobald diese abgekühlt sind, in den Kühlschrank gestellt werden. Dadurch muss der Kühlschrank keine mehr Kühlleistung erbringen und es kann bis zu 20 % Strom gespart werden. Natürlich funktioniert der Vorgang auch mit gefrorenen Speisen: werden diese im Kühlschrank aufgetaut, wird der Kühlschrank von innen gekühlt und es kann wieder Strom eingespart werden.
    Des Weiteren sollte der Kühlschrank immer eine Temperatur zwischen 6 und 8 Grad Celsius aufweisen und nicht in der direkten Sonne stehen. So kann am effizientesten gekühlt werden.

    Werden Geräte, wie Fernseher, Konsolen, Computer usw. ausgeschaltet, anstatt diese im Standby zu lassen, kann bis zu 50 % Energie gespart werden. Außerdem verbrauchen ein hoher Kontrast, Helligkeit, Schärfe und die Einstellung der Farbe viel Energie. Wer hier die Einstellungen anpasst, kann zusätzlich beim Benutzen der Geräte Energie sparen.

    Am wichtigsten bei einem Waschprozess ist, dass die Waschmaschine immer vollbeladen ist. Da immer gleich viel Energie verwendet wird, auch wenn die Maschine nur zur Hälfte gefüllt ist. Des Weiteren verbraucht ein 60 Grad Waschgang nur halb so viel Energie, wie ein Kochwäsche-Waschgang mit 90 Grad. Wäscht man tendenziell mit geringeren Temperaturen, kann man 30 % Energie pro Waschgang sparen.

    Durch das Ausnutzen des Tageslichts, müssen tagsüber keine Lichter innerhalb der Wohnung angestellt werden, was wiederum Energie spart. Des Weiteren können zum Beispiel Bewegungsmelder dazu beitragen, vergessene Lichter automatisch an und auszustellen. Wird zum Beispiel in einer Abstellkammer vergessen das Licht auszumachen, würde dies durch den ´Bewegungsmelder automatisch ausgeschaltet werden.

    Duschen spart dreimal so viel Wasser ein, als eine Badewanne zu befüllen. Zusätzlich kann man beim Duschen noch weiter Wasser und Energie sparen, wenn man das Wasser beim zum Beispiel einseifen abstellt, mit einer geringeren Durchlaufmenge an Wasser oder auch mit kälterem Wasser duscht!

    Durch die Reparatur diverser Geräte verbraucht man weniger Wasser und Energie, da dann wieder eine kontrollierte Benutzung stattfinden kann. Ohne eine Reparatur können bis zu 45 Liter pro Tag zusätzlich durch den Wasserhahn fließen.

    Das Benutzen von Spar- und Eco-Programmen ist zwar Zeit intensiver als ein normal laufendes Programm, allerdings spart dies eine Menge an Strom und Wasser.

    Auch während der Internetbenutzung kann Energie gespart werden. Bei der Verwendung von grünen Suchmaschinen und das Deaktivieren vom Autoplay bei Videos kann viel Energie gespart du gleichzeitig etwas für die Umwelt getan werden. Durch das selbständige Weiterklicken der Videos, verhindert man das unnötige Weiterlaufen eines Videos etc. und somit die unnötige Inbetriebnahme.