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Projekte

Aktuelles über laufende Projekte

  • Förderprojekt - "Machtbarkeitsstudie Wärmeversorgung "

    Die Stadtwerke Norderney legen den Grundstein für eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045. Gemeinsam mit den Experten von BBHC (Becker Büttner Held Consulting) https://www.bbh-beratung.de/de/ wird in einer geförderten Machbarkeitsstudie untersucht, wie Norderney in Zukunft ohne Erdgas auskommen kann. Ziel ist es, ein zukunftssicheres und wirtschaftlich tragfähiges Konzept zu entwickeln, das ökologische, wirtschaftliche und rechtliche Anforderungen vereint und die besonderen Gegebenheiten der Insel berücksichtigt.

    Der Umbau des Energiesystems hin zu Klimaneutralität erfordert lange Planungshorizonte – besonders bei Infrastrukturprojekten wie Wärmenetzen, die über Jahrzehnte betrieben werden. Wir als zukunftsorientiertes Stadtwerk müssen uns daher neu aufstellen, um unseren Kundinnen und Kunden auch in Zukunft zuverlässig und nachhaltig mit Wärme zu versorgen. Dabei wird der leitungsgebundenen Wärmeversorgung im zukünftigen Energiesystem eine zentrale Rolle zugeschrieben.

    Um fundierte Aussagen über zukünftige Energieoptionen treffen zu können, wurden im Rahmen der BEW-Studie drei zusätzliche Fachstudien beauftragt:
    • Eine Geothermie-Studie zur Nutzung von Erdwärme
    • Eine Untersuchung der Süßwasserlinse der Insel, um zu prüfen, wo Geothermie möglich ist, ohne unser Trinkwasser zu gefährden
    • Eine Studie zur Nutzung von Meerwasserwärmepumpen, die Wärme direkt aus der Nordsee gewinnen könnten

    Im Rahmen der Machbarkeitsstudie werden unter anderem untersucht:
    • der aktuelle Stand der Wärmeversorgung auf Norderney (Bestandsanalyse)
    • Potenziale für den Einsatz erneuerbarer Energien und Abwärme
    • mögliche, wirtschaftlich sinnvolle Gebiete für ein dekarbonisiertes Wärmenetz
    • langfristige technologische, wirtschaftliche und energiepolitische Entwicklungen

    Ein zentraler Punkt der Ausarbeitung ist der Aufbau eines digitalen Zwillings für den Energieverbrauch jedes einzelnen Gebäudes der Insel, um eine präzise und zukunftsfähige Planung zu ermöglichen. Aufbauen auf den Ergebnissen der Studie entsteht ein konkreter Maßnahmenplan, der den Umbau der Wärmeversorgung Schritt für Schritt beschreibt.

    Die Studie wird im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) gefördert und erfüllt alle Anforderungen des entsprechenden Fördermoduls. Sie bildet nicht nur die Grundlage für weitere Fördermöglichkeiten zur Umsetzung der geplanten Maßnahmen, sondern dient auch zur Unterstützung der kommunalen Wärmeplanung, die künftig bundesweit für Kommunen ab 10.000 bis 20.000 Einwohner verpflichtend wird, also auch für eine Kommune wie Norderney.

    Mit den Ergebnissen der Studie, die Mitte 2026 erwartet werden, erhalten die Stadtwerke Norderney eine belastbare Entscheidungsgrundlage, um den Transformationsprozess hin zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung gezielt und effizient umzusetzen.

     

  • WAKOS - Wasser an den Küsten Ostfrieslands

    Was passiert eigentlich in Ostfriesland, wenn Sturmfluten und Starkregenereignisse gleichzeitig und über einen längeren Zeitraum auftreten?
    Welche Auswirkungen haben diese Ereignisse auf den Küstenschutz, die Binnenentwässerung und die Süßwasserversorgung und damit auf das Leben auf dem Festland und auf den Ostfriesischen Inseln? Und welchen Einfluss hat der Klimawandel auf dieses Szenario?

    Wasser und damit verbundene Naturgefahren stellen Ostfriesland seit jeher vor große Herausforderungen, kurzfristig im Risikomanagement und langfristig in der Vorsorge bei der Anpassung an den Klimawandel. Dabei spielen Extremereignisse wie Sturmfluten und Starkregen, aber auch der Meeresspiegelanstieg, Grundwasserneubildung und Salzwassereintrag eine große Rolle.

    Gemeinsam mit regionalen Akteuren aus den relevanten Handlungsfeldern erforscht das Projekt WAKOS (Wasser an den Küsten Ostfrieslands) erstmalig diese Zusammenhänge auf integrierte Art und Weise.

    Die Forschungsschwerpunkte sind dabei folgende:

    • Identifizierung möglicher Wirkungsketten von Extremereignisbündeln in der Region
    • Offenlegung des Bedarfs an Klimainformationen in der Region und relevanter physikalischer Kenngrößen
    • Zielgruppenspezifische Aufbereitung von Klimaänderungsinformationen und Darstellung verschiedener physikalischer Szenarien
    • Modellierung von Extremereignisbündeln
    • Entwicklung von regional anwendbaren Konzepten zur Stärkung der Anpassungsfähigkeit und Widerstandskraft der Region
    • Integrierte Bewertung und Strategieentwicklung

    Weitere Informationen zu dem Projekt gibt es auf der Homepage unter https://ms.hereon.de/wakos

  • Förderprojekt - "Nutzung von Bio- und anderen Abfällen als Energiequelle auf der Insel Norderney"

    In Zusammenarbeit mit dem Institut für Verfahrenstechnik, Energietechnik und Klimaschutz sowie der Hochschule Hannover führen sie Stadtwerke Norderney aktuelle das Projekt „Nutzung von Bio- und anderen Abfällen als Energiequelle auf der Insel Norderney“ durch.

    Ziel des Projektes ist es, die Abfallverwertung auf Norderney zu optimieren. Ein Großteil der Abfälle wird mittels Fähren ans Festland transportiert, wodurch entsprechend hohe Emissionen entstehen. Durch die Verwertung auf der Insel werden diese Emissionen minimiert und gleichzeitig Wärme und Strom zur Versorgung von Gewerbe und Haushalten produziert. In einem ersten Schritt wird eine Potenzialstudie angefertigt. Darauf aufbauend werden weitere Entscheidungs- und Planungsprozesse angestoßen.

    Die Studie zeigt auf, welche Treibhausgaseinsparungen kurz-, mittel- und langfristig durch die Optimierung der Abfallsammlung, der Abfallbehandlung und der Wertstoffverwertung erreicht werden. Neben der Identifizierung infrage kommender Technologien und Prozesse werden die anfallenden und potenziellen weiteren Abfallfraktionen und -mengen, installierte Lieferketten und aktuelle Kosten für die Abfallbeseitigung ermittelt und analysiert. Auf Basis der ermittelten Daten wird eine CO2-Bilanz erstellt. Darüber hinaus werden die für die Errichtung der erforderlichen Anlagen entstehenden Kosten und die sich ergebende Amortisationszeit ermittelt. Dies berücksichtigt auch die vorliegende Gebührenstruktur sowie Vermarktungsansätze.

    Im Rahmen der Studie werden die möglichen Methoden der Abfallverwertung miteinander verglichen. Insbesondere wird die Möglichkeit der Erzeugung von Wärme und Strom beleuchtet. Die abgeleiteten Verwertungsprozesse orientieren sich an dem Ziel der Energiebereitstellung. Eine überschlägige Auslegung der Anlagenkomponenten vervollständigt die Studie.

    Ergebnisse der Studie sind Handlungsempfehlungen zum Aufbau und Betrieb geeigneter Anlagen.

    Das Projekt läuft vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und wurde von der nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. Das Förderkennzeichen ist 67K18385.

    Weitere Informationen zur nationalen Klimaschutzinitiative finden Sie uner: https://www.klimaschutz.de/de